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Geschichte der Wissenschaften in Aserbaidschan

  

Menschen aus frühen Epochen interessierten sich für die Naturphänomene um ihnen herum und versuchten ihr Wissen über die Erde auszubauen. Die ersten Informationen aus dieser Zeit betrifft die Lebensweise dieser Menschen. Die Neandertaler von vor 200 Tausend Jahren hatten Informationen über die medizinische Wirkweise der Pflanzen. Auch die Bewegungen der Himmelskörper interessierte die Menschen. In dieser Hinsicht spielen die Wandmalereien in der Höhle „Azıh“ in Aserbaidschan eine besondere Rolle. In dieser Höhle wurden Gegenstände gefunden, die von den Menschen vor 300-400 tausend Jahren verwendet wurden. unter diesen befinden sich auch die Köpfe von Bären mit besonderen Zeichen. Den Auffassungen der Wissenschaftler zufolge könnten dies numerische Symbole darstellen. Es kann angenommen werde, dass die Menschen die Bewegungen der Himmelskörper beobachteten und versuchten, die Tage und Monate zu zählen. Vor ungefähr 300 Tausend Jahren haben Menschen aus Steinen schlichte „Häuser“ errichtet. Ohne Zweifel erforderte dies eine besondere Begabung und Kenntnisse.
Ende des 2. Jahrtausends v. Chr. und Anfang des 1. Jahrtausends wurden in Aserbaidschan die ersten Reiche gegründet. Das wichtigste und mächtigste war das Reich Manna. Die Bewohner des Reiches Manna kannten die Schrift, ein wichtiger Faktor für die wissenschaftliche Entwicklung. Informationen über Medizin, Astronomie und Geometrie wurden auf besonderen Tontafeln mittels Keilschrift in Form von Hieroglyphen eingraviert. In den Urtexten der Assyrer wird von diesen Schriften berichtet und die Aussage „Der Schriftführer der Manna wird dies verzeichnen …“ verwendet. 
İranzu (737-718/17 v. Chr.), der Herrscher der Manna, und Ahşeri (gestorben v. Chr. 659) legten großen Wert auf die Entwicklung der Wissenschaft und Kultur im Land. Die Manna hatten im Bereich Mineralogie, Chemie, Mathematik, Astronomie, Medizin, Landwirtschaft u. ä. wissenschaftliche Auffassungen. In dieser Zeit waren in allen Länder um den See „Urmiye“ Bewässerungsanlagen vorhanden. Im land gab es zahlreiche bebaute Flächen, Getreide-, Gersten- und Weinsilos. Die entwickelte Organisation des landwirtschaftlichen Sektors erforderte auch fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse. Die Mann fanden die Besonderheiten und Handlungen der Haustiere heraus und versuchten die Tiere zu domestizieren (Pferde, Kühe, Ochsen, Zebu, Schafe und Ziegen) und zu selektieren. Die Rassepferde der Manne waren in den Nachbarländern hoch geschätzt. Weisen, Gerste und viele Kulturpflanzen waren mithilfe der Selektion durch die Einwohner von Aserbaidschan schon seit langer Zeit bekannt und verbreiteten sich von hier aus in die ganze Welt. Im Reich der Manna erforderte auch die Buchhaltung wissenschaftliche Erkenntnisse. Die Einziehung der Steuern von der Bevölkerung, der Entwurf des Haushaltes des Reiches, die Berechnung der Einnahmen und Ausgaben stärkten die Informationen über Mathematik und Recht. Die Forschungen zu Mineralien führten dazu, dass die Manna Tätigkeiten zu Erzen ausführen und Metallgegenstände zu entwickeln und diese verwenden zu können. Nach archäologischen Ausgrabungen in Südaserbaidschan (heute innerhalb der Staatsgrenzen der Islamischen Republik Iran), in der Region „Ziviyye“ und „Göytepe“ wurden Gegenstände aus Gold, Silber und Bronze aus dem IX. - VII. Jahrhundert v. Chr. gefunden, was diese Annahme stärkt. Die Künstler von Aserbaidschan beherrschten die physischen und chemischen Eigenschaften der Metalle und stellten hieraus unterschiedliche Gegenstände her. Sie schafften es, im 1. Jahrtausend v. Chr. Legierungen herzustellen (Kupfer-Blei, Kupfer-Mangan). Die einheimischen Künstler erforschten die Eigenschaften von Eisen, Zinn und Blei, stellten unterschiedliche Gegenstände aus diesen her. Im IX. - VI. Jahrhundert v. Chr. entwickelte sich in Aserbaidschan langsam auch die Wissenschaften Geometrie und Mathematik. Absolute geometrische Berechnungen verhalfen dazu, dass die Architekten der Manne Städte, Paläste und außergewöhnliche Burgen zu errichten. Vor dem Bau der Gebäude wurden Pläne gezeichnet. Auch die Bauarbeiten (Aushub, das gleichmäßige Bearbeiten von Steinen und Säulen, deren Verzierungen u. a.) wurden auf Basis der Wissenschaften Mathematik und Geometrie ausgeführt.
Im VII. Jahrhundert v. Chr. wurde in Aserbaidschan (in der heutigen Islamischen Republik Iran) wurde das Reich der Med (Midiya) gegründet. Im Reich der Med (Midiya) wurde der Wissenschaft große Bedeutung beigemessen. Die in staatlichen Behörden tätigen wurden als „dipiri“ (aus der Sprache der „Akkad“ entlehnt). Später wurde dieses Wort von der Sprache der Med (Midiya) ins Persische als „debir“ übertragen. Die Midi benutzten eines der ältesten Alphabeten der Walt, das „Arami (Früher Syrien). Römische und griechische Quellen berichten, dass die Midi eine Literatur und Buchkultur hätten. Der römische Historiker Plini schrib im III. Jahrhundert v. Chr. in Anlehnung an den griechischen Wissenschaftler Hermippe dass die Magların (Parser) Bücher mit mehr zwei Millionen Zeilen hatten. leider konnten keines dieser Bücher bis heute überdauern. Das Land der Med (Midiya) war reich an Erdöl. Ein Teil des Erdölvorkommens befand sich an den Ufern des Kaspischen Meeres. Die Mid lernet die Eigenschaften des Erdöls und brachten technische Erfindungen zusatnde. Zum ersten Mal auf der Welt wurden Geräte zur Förderung von Erdöl aus dem Erdinneren gebaut. Die Experten stellten aus Erdöl unterschiedliche Medikamente her (z. B. Tropfen, Öle usw.). Die Experten für Waffen stellten aus Erdöl und bestimmten Mineralien Waffen her. Die Hellseher der Med (Midiya) waren die kultivierten Gruppen des Volkes. Sie konnten religiöse Texte auswendig und entwickelten die religiösen Wissenschaften. Der Nachfolgestaat der Med (Midiya), der Atropatena wurde zum religiösen Zentrum der Parser in Aserbaidschan. Die Grundprinzipien des Parsismus (ethische Ideen, Wörter und Taten) stellten die Bedeutung immaterieller Werte dar. nachdem der Staat der Med (Midiya) durch die persische Ehemeni eingenommen wurde, blieb es als religiöseses Zentrum des vorderen Asiens. Im Land entwickelten sich Philosophie und Theologie sehr schnell. Im VI. - V. Jahrhundert v. Chr. wurden griechische Gelehrte von der Ausbildung der Med beeinflusst. Der griechische Philosoph Empedokl (490-430 v. Chr.) sagte, dass alles aus den vier Elementen Wasser, Luft, Feuer und Erde bestehen würde, was sich an die Ideen der Feueranbeter anlehnte. Nachdem der große Alexander (356-323 v. Chr.) das Reich der Ehemeni zerstört und einen Großteil von Griechenland bis nach Indien eingenommen hatte, begann in der östlichen Kultur und Wissenschaft die Epoche des „Hellenismus“. In dieser Epoche fusionierten die altgriechischen und orientalischen Wissenschaften, was auch Einwirkungen auf Aserbaidschan hatte. In diese Zeit entstand in Aserbaidschan das unabhängige Reich Atropatena. Die Existenz des neuen Reiches inspirierte die Entwciklung der Wissenschaften positiv. Der erste Herrscher der Atropatena Aterpat (griechisch Atropat, IV. v. Chr.) war von der Philosophie des Parsismus begeistert und versuchte das Land vor der Einwirkung der Griechen zu retten. Doch während der Macht der makedonischen Herrscher war es nicht einfach, sich vom Einfluss des Griechen zu befreien. Während der Zeit des Hellenismus kannten einige aserbaidschanische Wissenschaftler und Händler das Leben der Griechen sehr gut. Sogar in Städten und Dörfern lebende kultivierte Menschen hatten Ideen über die griechische Kultur. In der Region Avroman im Reich Atropatena wurden nach archäologischen Ausgrabungen Papyrusrollen aus der Zeit des Hellenismus gefunden. Diese beinhalteten juristische und landwirtschaftliche Informationen. In der gleiche Zeit wurden Experten auf dem Gebiet des Meeres gegründet, um eine Karte des kaspischen Meeres zu erstellen. Die erste Expedition fand während Der Aufsichtsrat Zeit Alexander des großen statt (Leiter war Heraklit), die zweite Expedition fand 285-280 v. Chr. statt (Leiter Patroki). Auch wenn die Expeditionen nicht sehr erfolgreich verliefen, trugen sie dazu bei, dass über die Geographie von Aserbaidschan sehr viele Sachen in Erfahrung gebracht werden konnten.
Im III. Jahrhundert fand der Stat der Atropatena ein Ende. Das reich der Atropatena wurde durch das Reich der Sasani eingenommen. Dennoch wurde Atropatena zu einem wissenschaftlichen, religiösen und kulturellen Zentrum dieses Reiches. In dieser Zeit begann auch die Einwirkung des Parsismus und der griechischen Wissenschaft zu steigen. In Aserbaidschan wurden die Werke von Galen, Hippokrates, Euklid, Ptolemäus aus dem Griechische übersetzt. Später kamen einige Werke der Wissenschaften zustande. Zwischen dem IV. - VII. Jahrhundert kamen in Aserbaidschan auch nichtreligiöse Wissenschaften zustande. Die in dieser Zeit entstandenen fundamentalen wissenschaftlichen Werke wurden in der „Tensarın mektubu - Brief des Tensar“ gelistet: „Schriftführer, Autoren, Buchhalter, Ärzte, Geographen und Astrologen.“ Die Kinder der Adeligen erfuhren die Ausbildung zu Hause und wurden ab sieben Jahren zur Schule geschickt. In den Schulen wurden Medizin, Geographie, Musik und Astronomie gelehrt. Im I. - VII. Jahrhundert entwickelten sich in der Republik Aserbaidschan, im kaukasischen Albanien verschiedene Wissenschaften. Im kaukasischen Albanien (Med (Midiya)) und den nördlichen Gebieten der Atropatena - jetzt Aserbaidschan und Autonome Republik Dagestan  - haben die Stämme Hazar, Savir, Hun und andere türkischen Stämme ein eigenes Run-Alphabet. Mit diesem Alphabet wurden die Orhun-Yenisey-Schriften, das kulturelle Erbe der türkischen Völker, zustande gebracht. 
Zusammen mit der Wissenschaften der Geschichte entwickelte sich auch die anderen Wissenschaften in Albanien. Im Land waren Experten auf dem Gebiet der Mathematik, Landwirtschaft und Medizin tätig. Wie in anderen christlichen Ländern auch, war im kaukasischen Albanien die griechische Sprache weit verbreitet. Hier waren die Werke der griechische und byzantinischen Gelehrten aus dem Mittelalter bekannt. Die Hellseher der in Albanien lebenden türkischen Stämme waren im Besitz vieler Informationen. Einige von ihnen übernahmen die religiösen und philosophischen Anschauungen der Christen, andere blieben dem türkischen Theismus treu. Die Erfolge der Stämme der Oghus auf dem Gebiet der Medizin sind auch in der Legende „Kitab-ı Dede Korkut“ abgegeben. Trotz der Informationen der Vergangenheit entwickelten sich während der Entwicklung des Islams die Wissenschaften in Aserbaidschan sehr langsam. Der Grund hierfür war, dass das Alphabet im kaukasischen Albanien nur vor vierhundert jähren entstanden war und keine gemeinsame staatliche Sprache vorhanden war.
Während der Zeit das Kalifats (VII. - IX. Jahrhundert) wurde Aserbaidschan durch arabische Einheiten eingenommen und das Land dem arabischen Kalifat angebunden, das sich von Spanien bis nach Indien erstreckte. Die Anbindung unterschiedlicher Völker in einen Staat und die gegenseitige Kommunikation gewährte die schnelle Entwicklung der Wissenschaften. Dieser Aufstieg begann im IX. Jahrhundert und dauerte bis Ende des XIV. Jahrhunderts an. Im IX. - XIV. Jahrhundert war die islamischen Welt auf dem Gipfel der Menschheitsgeschichte. Es wurden große religiöse Schulen (Universitäten), Sternwarten, Krankenhäuser, Apotheken und Bibliotheken in dieser Zeit eröffnet und die besten Gelehrten arbeiteten in diesen Institutionen. Der Kalif Halife Herun er-Reşid und der Kalif el-Memun Doğu trugen der Entwicklung der Wissenschaften einen großen Beitrag. Ungefähr um das Jahr 827 hat der Kalif Halife el-Memun in Bagdad den Grundstein für die berühmte Akademie „Beytü\'l-hikmet“ („Haus der Weisheit“). Diese Akademie spielte bei der Entwicklung der Wissenschaften in Aserbaidschan eine wichtige Rolle, wo auch Bücher und wissenschaftliche Werke der Griechen, Inder, Arami und anderen Sprachen ins Arabische übersetzt und in verschiedenen Regionen das Kalifats, vor allem in Aserbaidschan verbreitung fanden. Somit konnte im IH. - HIV. Jahrhundert in Aserbaidschan die Renaissance in zwei Stufen unterteilt werden: die erste Stufe begann mit der Herrschaft der Kalifen der Abbasi und umfasste die Jahrhunderte IX. - XII. In dieser Epoche entwickelten sich auch die Sozialwissenschaften. Die zweite Epoche umfasst die Herrschaft der Herrschaft der İlhani in Aserbaidschan (XIII. - XIV. Jahrhundert) und ist gekennzeichnet durch die starke Entwicklung der Wissenschaften Medizin, Mathematik, Astronomie, Geometrie u. ä. . Die Abschwächung des arabischen Kalifats im IX. Jahrhunderts schloss mit der Wiederherstellung des nationalen Staates in Aserbaidschan. In dieser Zeit entstanden in Aserbaidschan starke Staaten wie Saciler, Selariler, Revvediler, Şeddadiler, Atabeyler und Şirvenşahlar, was eine Beitrag zur Entwicklung der Wissenschaften beitrug. Die  Şirvenşahlar und Atabeyler bewahrten die Wissenschaften auf. In ihren Palästen versammelten sich Wissenschaftler und sie bestellten von diesen wissenschaftliche Werke. Die am meisten entwickelten Wissenschaften dieser Epoche waren Philosophie, Recht, Literatur, Sprache, Mathematik, Astronomie, Medizin und Chemie. Im XIII. - XIV.  Jahrhundert entwickelten sich alle Wissenschaften. Nach dem XIV. Jahrhundert fing ein Rückgang an, doch es ist falsch, diesen mit den Angriffen der Mongolen zu vereinen. Blutige Kriege entstanden zu allen Zeiten der Geschichte, doch diese führten nur selten zu einem Rückgang der Wissenschaften. Die Wissenschaften erreichten zur Zeit des İlhanlılar Reiches ein sehr hohes Niveau. In den Städten Tebriz, Marağa, Urmiye, Hoy, Erdebil, Şamahı, Beylekan, Gence u. a. lebten hervorragende Wissenschaftler. Im Jahr 1259 wurde in der Nähe von Marağa die berühmte Sternwarte von Marağa errichtet. Den Beschluss über den Bau der Sternwarte hat der mongolische Herrscher Kazan Han Nasirüddin Tusi befohlen. 
Während der Herrschaft der Mongolen kamen in Aserbaidschan neue Wissenschaften zustande. Die Mongolen breiteten in Aserbaidschan die chinesische Wissenschaft und Kultur zustande. Die chinesische Einwirkung auf den Nachbarstaat Mongolei war stets groß.
Auch die Wissenschaft in Aserbaidschan trug zur Entwicklung der chinesischen Wissenschaften bei, z. B. Fao Mun Çi und andere chinesischen Wissenschaftler lernten an der Sternwarte von Marağa und erweiterten ihre Kenntnisse. Machdem Fao Mun Çi und Cemaleddin Buhari an der Sternwarte von Marağa eine Zeit lang gearbeitet hatten, nahmen sie das Projekt der Sternwarte nach Peking mit. Nur damit konnte in Peking eine anständige Sternwarte erbaut werden. 
In dieser Zeit wuchsen auch in verschiedenen Wissenschaften Experten heran, wie der Mathematiker Übeyd Tebrizi mit dem Werk „Risalet ül-hesap“ („Buch über Berechnungen“), die Büxher von NecMeddin Ahmed Nahçıveni hatte Erklärungen über die medizinischen und philosophischen Bücher von İbn Sina dargelegt. 
Die schnelle Entwicklung der Medizin in Aserbaidschan kam im XIII. - XIV. Jahrhundert zustande. Ebu Abdulla Muhammed bin Nemver Tebrizi hat sein Werk „Edver ül-hemmiyyat“ („Die wichtigsten Medikamente“) in dieser Zeit geschrieben. Einer der berühmtesten Apotheker von Aserbaidschan und im allgemeinen des islamischen Welt Yusuf İbn İsmail Hoylu, bekannt unter dem Namen İbn Kebir, hat 1311 das Werk „Cameyi-Bağdadi“ („Gemeinde von Bagdad“) wurde als das perfekteste Werk über Pharmazie aufgefasst. Im XIII-XIV Jahrhundert gab es nur im Süden Aserbaidschans mehr als 67 Krankenhäuser, wo Experten der Medizin und Pharmazie arbeiteten. Anfang des XIV. Jahrhunderts wurde in Tebriz das wissenschaftliche Zentrum „Dar üş-Şofa“ („Haus der Linderung“) gegründet. Hier waren neben Ausbildungsstätten auch Krankenhäuser vorhanden. Hier arbeiteten neben Experten aus Aserbaidschan auch solche aus China, Indien, Syrien und Ägypten. Die Wissenschaften in Aserbaidschan werden durch Experten des Mittelalters in zwei Kategorien eingeteilt. In der ersten werden diese als religiöse Wissenschaften bezeichnet und beinhalteten die Fächer islamische Rechtswissenschaften, Theologie, Sprache (arabische Grammatik), Literatur (Verse und Grammatik), Geschichte (islamische Geschichte). In der anderen Kategorie wurden weltliche Wissenschaften als „Philosophie“ bezeichnet und wurden in zwei Gruppen als theoretische und praktische Philosophie bezeichnet. Der theoretischen Philosophie gehörten an die Naturwissenschaften (Meteorologie, Mineralogie, Chemie, Mathematik, griechische Philosophie und Theologie. Der praktischen Philosophie gehörten an die Ethik, Haushalt und Politik. Diese Klassifizierung war auch in den Werken östlicher Denker vorhanden. In den Staaten der Karakoyunlu und Akkoyunlu mit der Hauptstadt Tebriz wurde die Wissenschaften und Kultur noch entwickelter. In dieser Zeit lebten in Tebriz zahlreiche Wissenschaftler. Bedreddin Emir Seyyid Ahmet Lalevi war ein Wissenschaftler im Bereich Logik, Grammatik, Literatur und Mathematik  und einiger wissenschaftlicher Werke. 
Nachdem der Staat der Şirvenşahlar stärker wurde, war auch hier die Wissenschaft sehr weit entwickelt. Die Stärkung der zentralen Verwaltung und die Belebung des wirtschaftlichen Lebens brachte auch die Entwicklung der Wissenschaften mit sich. Die Städte Şamahı, Baku und Derbent waren als wissenschaftliche Zentren bekannt.
In dieser Zeit entwickelte sich in Aserbaidschan auch die Geographie. Die Wissenschaftler Aserbaidschans im Mittelalter hatten fundierte geographische Kenntnisse über die Länder der Welt. Abdürreşid bin Salih Bakuvi berichtet in seinem Werk „anıtların özeti ve kudretli hükümdarın mucizeleri - Zusammenfassung der Denkmäler und Wunder der Herrscher“ über die Städte aus aller Welt und Aserbaidschan, aus geographischen Gebieten und der historischen Bauten. 
Aserbaidschanische Wissenschaften im XVI. Jahrhundert
Nach Gründung des starken Staates der Safeviler in Aserbaidschan entwickelten sich auch die Wissenschaften und die Kultur. Die Safeviler unterstützten die Entwicklung der nationalen Sprache. Der I. Şah İsmail und seine Kinder sprachen und schrieben das aserbaidschanische Türkisch und verfolgten die Arbeiten in der nationalen Sprache. Im XVI. Jahrhundert gab es in allen Städten von Aserbaidschan Schulen und Koranschulen. Dort lehrte man Theologie, Mathematik und Logik. Die erste Hauptstadt der Sefevi, die Stdat Tebriz, war berühmt als wissenschaftliches und kulturelles Zentrum. Dort waren handschriftliche Werk und Miniaturen vorhanden. In der Stadt Erdebil, der Heimat der Sefeviler gab es eine große Bibliothek. In diese Zeit entstanden wertvolle Werke über Astronomie, Geschichte und Philosophie. Für die Safevi waren auch die Wissenschaften Astronomie u. a. sehr wichtig.
Im XVI. Jahrhundert waren die Grenzen von Aserbaidschan und Iran innerhalb des Reiches der Safeviler, weshalb beide Reiche sich näherkamen. Viele aserbaidschanische Autoren, Dichter, Historiker, Wissenschaftler lebten im Iran und trugen sehr viel zur persischen Kultur bei. Auch die Wissenschaftler vom Iran waren in Verbindung mit aserbaidschanischen Wissenschaftlern. Aus diesem Grund wurden einige aserbaidschanische Wissenschaftler auch als iranische Wissenschaftler aufgefasst und andere persische Wissenschaftler u. a. Nationalitäten, die in Aserbaidschan\' lebten, als aserbaidschanische Wissenschaftler aufgefasst. 
Die Medizin entwickelte sich in Aserbaidschan und es waren viele Krankenhäuser und Apotheken vorhanden. In den 60er Jahren des XVII. Jahrhunderts lebte der französische Wissenschaftler Jan Şarden und schrieb, dass es in Tebriz drei staatliche Krankenhäuser gab. Die Patienten wurden hier intensiv behandelt. Nachdem Russland zwischen 1801-28 die nördlichen Gebiete von Aserbaidschan eingenommen hatte, stieg der Einfluss (in der heutigen Republik Aserbaidschan) der über Russland kommende Einfluss der westlichen Wissenschaften. Im Land entstanden Schulen mit westlicher Ausbildung, die aserbaidschanischen Türken konnten zwecks Ausbildung nach Russland und in europäischen Staaten. Die führenden Wissenschaftler von Aserbaidschan vereinten die Traditionen langer islamischer Wissenschaften mit modernen europäischen Wissenschaften und nutzten deren Methoden aus. 
Im XIX. Jahrhundert wurden in Aserbaidschan\' neue Werke über die Geschichte veröffentlicht. Im Unterschied zu früheren Werken wurden in Aserbaidschan die meisten Nachforschungen im türkischen Alphabet geschrieben. In diesen Forschungen nahm die Geschichte der früheren Gebiete von Aserbaidschan wie Karabagh eine besondere Stellung ein. Im Jahr 1845 verfasste Mirze Adıgüzel Bey das Werk „Garabağname“ und legte darin die Vorfälle zwischen 1736-1828 in Karabagh dar. Ein Teil dieses Werkes wurde 1885 ins Russische übersetzt und in der Zeitung „Kaspi“ veröffentlicht.
Werke von Mir Mehdi Hezani mit dem Namen „Kitabi-tarihi Karabağ“, von Rzakulu Bey, Sohn von Mirza Cavanşir „Tarihi-Karabağ“, Heseneli Han Garabaği „Garabağname“ wurden über Karabagh verfasst. Diese Werke bestätigen erneut die Zugehörigkeit Karabaghs an Aserbaidschan und ist auch aus Sicht der Erlernung der Geschichte von Karabagh sehr wichtig. Die steigende wissenschaftliche und kulturelle Beziehung zwischen Aserbaidschan und Russland führte dazu, dass einige aserbaidschanische Wissenschaftler in den Schulen von Russland lehrten und aufgrund ihrer Erfolge im eigenen Bereich auch berühmt wurden. Die aserbaidschanischen Wissenschaftler spielten Ende des XVIII. Jahrhunderts und Anfang der XIX. Jahrhunderts in Russland eine wichtige Rolle. In dieser waren in Russland die aserbaidschanischen Wissenschaftler und Dolmetscher Nesirov, Ebu Turab Vezirov, Mirza Muhammed Şafi, Osmanov, Sadık bey Caferov, Mirze Abdullah Vezirov, Mirza Hasan Tahirov, Muhammed Aliyev, Mirza Abdullah Kaffarov, Mirza Cafer Rizayev u. a. tätig. 
Einige der Aserbaidschaner lehrten an den Universitäten von Petersburg und Kazan Aserbaidschanisch, Persisch und Arabisch, Philosophie, Recht und Literatur des Orients. Mitte des XIX. Jahrhunderts stieg der Einfluss der aserbaidschanischen Wissenschaftler im Bereich Orientalistik. 
In der ersten Hälfte des XIX. Jahrhunderts stieg die Rolle der aserbaidschanischen Wissenschaftler in Russland immer weiter. Die in Russland und Europa ausgebildeten aserbaidschanischen Gelehrten lehrten den russischen Wissenschaftlern die östliche Kultur, Literatur, Geschichte, Philosophie, ferner die aserbaidschanische, persische und arabische Sprache. Einer der bekannten Wissenschaftler der Epoche war Mirza Kazım Bey. Er schrieb schon mit 17 Jahren sein erstes wissenschaftliches Werk „Arapça özet grameri - Zusammenfassung der arabischen Grammatik“. Ab 1826 lehrte Kazım bey an der Universität Kazan in den Sprachen Persisch und türkisch-tatarisch (aserbaidschanisches Türkisch). Später wurde er zum Professor ernannt und wurde Dekan der Fakultät. Kazım bey forschte auf dem Gebiet der aserbaidschanischen Grammatik. Sein Buch „serbaidschan türk dilinin grameri - Grammatik des türkisch-aserbaidschanischen Sprache“ wurde in Russland zwei Mal (1839 und 1846) veröffentlicht. 
Auch in der Wissenschaft der Philosophie in Aserbaidschan gab es Änderungen. Im Westen ausgebildete aserbaidschanische Philosophen analysierten die Werke von Aristoteles und el-Gazali und lernten auch die Auffassungen der europäischen Philosophen wie Jung und Kant u. a. kennen. M. F. Ahundzade, ein Vertreter der westlichen Philosophie, hat seine Auffassungen im Werk „Kemalüddövle mektupları - Kemalüddövle-Brşefe“ dargelegt. 
Zu dieser Zeit gab es auch Wissenschaftler, die in der Form der mittelalterlichen Wissenschaft schrieben. Diese waren der Jahrhunderte langen westlichen Wissenschaften treu und lehnten alle Neuerungen in der Wissenschaft ab. dennoch konnten auch diese einige fortgeschrittene und schöne Werke vorbringen. Der berühmte Geograph Hacı Zeynalabdin Şirvani legte während den 36 Jahren seiner Reisen durch den Iran, die Türkei, Arabien, Indien, Ägypten, Sudan, Elcezair u. a. 60.000 km zurück. In den Werken als Ergebnis dieser Reisen berichtete er von der Wirtschaft, Kultur, Traditionen vieler Länder.
Der größte Erfolg der aserbaidschanischen Wissenschaften im XIX. Jahrhundert fand im Bereich Literatur und technischer Wissenschaften statt. In der zweiten Hälfte des XIX. Jahrhunderts begann sich mit dem Aufschwung in der Erdölindustrie die Chemie und Petrochemie zu entwickeln. Das russische staatliche technische Instituts in Baku wurde gegründet. Grundlegende Forschungen über Chemie fanden in Laboratorien dieses Instituts statt. Der russische Wissenschaftler D. I. Mendeleyew war zwischen 1878 und 1880 in Baku und befasste sich mit den Problemen der Aufbereitung des Erdöls. 1885 wurde zum ersten Mal auf der Welt in Baku das Gerät für das Cracking angewandt. Dieses Projekt wurde 1891 durch Şuhov und Gavrilov entwickelt.
In dieser Zeit wuchsen in Aserbaidschan auch erfahrene Chemiker auf. nachdem diese an russischen und westlichen Universitäten ausgebildet wurden, befassten sie sich mit  wissenschaftlichen Werken. Zwischen 1880 und 1890 hat der an der Universität von Straßburg Deutschland ausgebildete aserbaidschanische Chemiker und Doktor Hanlarov (1857-1921) in Baku Nachforschungen über Chemie aufgestellt. Sein erster Artikel „Tiosirke asidin etilrodanide etkisi“ wurde 1882 in Deutschland veröffentlicht.
Es gab in Aserbaidschan nur wenige professionelle Biologen, die wenigen Doktoren und Lehrer jedoch brachten große Werke zustande und lehrten dem Volk Tatsachen über Biologie . Ihr Zweck war es, die aserbaidschanische Gesellschaft mit den Erfolgen der europäischen Biologie bekannt zu machen. Die Entwicklung der Biologie und Landwirtschaft in Aserbaidschan verlief parallel zu den Arbeiten von Hasan Bey Zerdabi und Necef bey Vezirov.
Auch die umfassende Flora von Aserbaidschan lenkte die Aufmerksamkeit der Wissenschaftler der Biologen. Hier sind mehr als 5 Tausend Pflanzen vorhanden. Zu dieser Zeit gab es wenige Wissenschaftler, die die Flora von Aserbaidschan darlegte. Die ersten Nachforschungen über die Flora des Kaukasus stellte Necef bey Vezirov auf. 
Während der Zeit des Russischen Reiches war das Gesundheitswesen in Aserbaidschan auf einer niedrigen Stufe. Es gab nicht ausreichend Krankenhäuser. Die Zarenregierung unterstützte die Eröffnung von medizinischen Schulen in Baku und anderen Städten von Aserbaidschan nicht. Nachdem die Kinder wohlhabender Familien in Moskau, St. Petersburg und in Europa ein hohes medizinisches Studium erfuhren, kamen sie zurück und dienten der Bevölkerung. Die einzige voll ausgerüstete Institution in Baku war die Ärztevereinigung von Baku. Hier trieben M. M. Vekilov, O. Ahundov, E. M. Mehmandarov u. a. Wissenschaftler wissenschaftliche Nachforschungen.
Anfang des XIX. Jahrhunderts begann sich in Aserbaidschan die Wissenschaftsgeschichte. Ein Teil der verfassten Werke trugen Spuren des Mittelalters, doch andere waren auch moderner.
1905 veröffentlichte Reşid Bey İsmailov sein Werk über die Geschichte von Aserbaidschan und seiner Nachbarstaaten mit dem Titel „Muhtasar Kafkasya Tarihi - Geschichte des Kaukasus“. Auch die Literatur entwickelte sich in Aserbaidschan. In diesem bereich waren Firidun Köçerli, Seyid Hüseynov u. a. berühmte Wissenschaftler tätig. Die Tatsache, dass das Zarenreich der Eröffnung von Schulen oder wissenschaftlichen Institutionen in Aserbaidschan nicht stattgab, legte auch die Entwicklung der Wissenschaft in Aserbaidschan lahm.
Während der Zeit der Volksrepublik Aserbaidschan wurde 1919 die erste Universität in Baku gegründet. Zur Zeit der Volksrepublik Aserbaidschan (1918-20) und der Aserbaidschanischen SSR (1920-91) entwickelte sich die Wissenschaften in Aserbaidschan.
Die in der Mitte des XX. Jahrhundert (vor allem in der zweiten Hälfte) (1945) gegründete wissenschaftliche Akademie von Aserbaidschan spielte bei der produktiven Umsetzung der historischen und umfangreichen Traditionen des aserbaidschanischen Volkes und der Festlegung der wissenschaftlichen Richtungen eine wichtige Rolle.
Die Erfolge der aserbaidschanische Wissenschaften während der russischen Epoche kann folgendermaßen gruppiert werden: 
- Entdeckung der Erdöl- und Gasfelder, deren Bearbeitung, Gründung der Bohrinseln im Meer, Förderung von Erdöl und Erdgas in tiefen Gebieten, Lösung der Probleme des Meeresbodens; 
- Lösung der wissenschaftlichen Probleme der Erdölaufbereitung in komplexen geographischen Gebieten; 
- Lösungen zur Gewährleistung der Rohstoffe für die Petrochemie, für die Entwicklung der Petrochemieindustrie, Gründung von chemischen Technologiekomplexen; 
- Geographische, geologische und geophysische Forschungen, Suche nach Erzfeldern;
- Forschungen im Bereich Mechanik, Physik, Mathematik, Astronomie, Computer und Gründung von Schulen mit hohen wissenschaftlichen Eigenschaften; 
- Reinigung der landwirtschaftlichen Gebiete von salzhaltigem Boden, Lösung der wissenschaftlichen Fragen der Wasserbeschaffung; 
-Lösung der wissenschaftlichen Fragen zur Flora, Fauna und Quellen, deren Wahrung und produktive Nutzung; 
- Erstellung von hochwertigen Tierarten in der Landwirtschaft mittels physischer-chemischer und molekularer Biologie, Gentechnik, Botanik, Selektion;
- Gründung von Schulen für Protozoologie, Geobotanik, Physiologie; 
- Forschungen in unterschiedlichen medizinischen Bereichen, Feststellung von einheimischen Medikamenten und Mineralquellen, neue Diagnosen, Therapien und profilaktischen Methoden in der Medizin; 
- Nachforschungen über die Ethnogenetik, Anthropologie, Ethnografie, der politischen und sozial-wirtschaftlichen Geschichte unseres Landes; 
- Nachforschungen über die Werke der aserbaidschanischen Philosophen und Dener im Mittelalter in arabischer, türkischer und persischer Sprache; 
- Nachforschungen über die Entwicklung von philosophischen und gesellschaftlich-politischen Ideen des aserbaidschanischen Volkes und deren Entwicklungen; 
- Nachforschungen über die Geschichte der sozial-literarischen Ideen, der Literatur und der Literaturgeschichte; 
- Sammeln der reichen aserbaidschanischen Folklore, deren Katalogisierung, Veröffentlichung und Forschung;
- Nachforschungen über die Geschichte, Literatur, Philologie, Sprache, soziale Ideen und dem religiösen Leben der östlichen Völker, Übersetzung und Veröffentlichung der schriftlichen Werke, Forschung der gesellschaftlichen, politischen und ethnisch-kulturellen Prozesse; 
- Erlernung der historischen nationalen Geschichte, Gründung von modernen Architekturschulen, Forschung der Restaurierung im architektonischen Bereich und Entwicklung der Kunst; 
- Erlernung der nationalen Musikkultur, Erstellung der modernen professionellen Musikschule; 
- Erforschung der türkisch-aserbaidschanischen Sprache, der literarischen Sprache, der Dialekte, der Akzente, Gründung von Übersetzungen, Terminologien, Wörterbüchern, Dialektatlassen u. a. wissenschaftlicher Werke. 
Nachdem Aserbaidschan erneut die Unabhängigkeit erlangt hatte, entstand die passen Gelegenheit, Reformen im Bereich der Wissenschaften durchzusetzen. Mit Erlass des Staatspräsidenten der Republik Aserbaidschan İlham Aliyev vom 4. Januar 2003 wurde die zur Entwicklung der Wissenschaften in der nationalen wissenschaftlichen Akademie von Aserbaidschan, die Umsetzung der stattlichen Politik zu Wissenschaften, und Technik, die Koordination und Leitung aller Tätigkeiten der wissenschaftlichen Institute und Hochschulen in Aserbaidschan und die Vertretung der Republik Aserbaidschan im Ausland in wissenschaftlicher und technischer Hinsicht und die Verleihung des Status eines hohen wissenschaftlichen Instituts und Akademie verabschiedet und die Tätigkeitsbereiche der Akademie noch weiter erweitert.
Mit Erlass des Staatspräsidenten der Republik Aserbaidschan vom 4. Mai 2009 wurde das „Programm zur Nationalen Strategie für die Entwicklung der Wissenschaften in der Republik Aserbaidschan zwischen 2009-2015“ und die „Umsetzung des Programms zur Nationalen Strategie für die Entwicklung der Wissenschaften in der Republik Aserbaidschan zwischen 2009-2015“ ratifiziert.



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